Von der Gleichrichtung über die PWM-Erzeugung bis zur Motorparametrierung — drehzahlvariable Ansteuerung eines Asynchronmotors.
Ein Frequenzumrichter (FU) ermöglicht die stufenlose Drehzahlregelung von Asynchronmotoren, indem er Spannung und Frequenz der Motorversorgung variabel erzeugt, statt den Motor starr am Netz zu betreiben.
Dazu wird die Netzspannung zunächst gleichgerichtet (AC zu DC) und über den Zwischenkreis geglättet. Anschließend erzeugt die Ausgangsstufe mittels Pulsweitenmodulation (PWM) über IGBTs eine variable Ausgangsspannung und -frequenz, die dem Motor zugeführt wird.
Durch die Variation der Ausgangsfrequenz lässt sich die Drehzahl des angeschlossenen Asynchronmotors nahezu stufenlos einstellen — von sanften Anlauframpen bis zur Nenndrehzahl.
Spannung, Strom, Leistung, cos φ und Nenndrehzahl werden aus dem Typenschild in den FU eingegeben, um die Motorregelung korrekt zu parametrieren.
Hochlauf- und Auslaufzeit bestimmen, wie schnell der Motor auf Solldrehzahl beschleunigt bzw. abbremst — wichtig für mechanische Schonung.
I²t-Überwachung im FU schützt den Motor vor thermischer Überlastung durch kontinuierliche Stromauswertung.
Schematische Darstellungen des Frequenzumrichters, der EMV-Schirmauflage und des Motortypenschilds.