Funktionsprinzip, Absicherung und Leitungsauslegung für den fachgerechten Elektroanschluss einer Luft-Wasser-Wärmepumpe — inklusive PV-Kopplung.
Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung (Luft, Erdreich oder Grundwasser) Wärmeenergie auf niedrigem Temperaturniveau und hebt diese über einen Kältemittelkreislauf auf ein nutzbares Temperaturniveau für Heizung und Warmwasser an.
Der Kreislauf besteht aus Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsventil. Der elektrisch angetriebene Verdichter ist dabei die einzige nennenswerte elektrische Last der Anlage und bestimmt die Anschlussleistung.
Aus Sicht der Elektroinstallation ist die Wärmepumpe ein fest angeschlossener Drehstromverbraucher mit zusätzlicher Steuer- und Kommunikationsleitung zum Regler bzw. zur Inneneinheit.
Von der Absicherung bis zur Steuerleitung — diese Punkte sind bei jedem Wärmepumpen-Anschluss zu prüfen.
Leitungsschutzschalter nach Herstellerangabe des Verdichters auslegen, Anlaufstrom des Kompressors berücksichtigen.
Kabelquerschnitt nach Leistung und Leitungslänge, z. B. 5×2,5 mm² NYM für Drehstromanschluss über kurze Distanz.
Bei Frequenzumrichter im Verdichter ist ein allstromsensitiver RCD Typ B oder ein separater Stromkreis erforderlich.
Kommunikationsleitung zwischen Außen- und Inneneinheit getrennt von Netzleitungen verlegen, EMV beachten.
Schematische Darstellungen der Wärmepumpen-Installation und ihres Elektroanschlusses.